TTTM 240 – Sinnlose Menschen

Shownotes

Intro (CC-BY) – Bearbeitet
Outro (CC-BY) – Bearbeitet

3 Gedanken zu „TTTM 240 – Sinnlose Menschen

  1. Huhu, ich hole gerade ein paar Folgen nach und wollte mich kurz zu den Links- und rechtsdrehenden Milchsäurebakterien äußern. Wenn ihr mal eure Hände aneinanderhaltet, werdet ihr sehen, dass sie sich wie Bild und Spiegelbild verhalten. Es gibt keine Möglichkeit, die Hände so übereinanderzulegen, dass sie exakt die gleiche Form haben (d.h. auch der Daumen auf der richtigen Seite ist, die Knöchel nach oben zeigen etc). Das nennt man Chiralität, eure Hände sind chiral. Genau das gleich können eben auch Moleküle sein, dann nennt man diese Enantiomere, und man kann sie in rechts- und linksdrehende Enantiomere unterscheiden. Wenn man chemisch Stoffe herstellt, kommt meistens ein Racemat dabei heraus, das heißt die Enantiomere sind 50/50 gemischt. Aber da Enzyme sehr spezifisch sind, können Organismen oft nur ein Enantiomer eines Stoffes herstellen, und deshalb werden zum Beispiel Bakterien dafür benutzt.
    Zum Beispiel sind die Gerüche von Kümmel und Minze zwei Enantiomere des gleichen Moleküls! Das ist bei Pharmazeutika manchmal gefährlich, wenn die beiden Enantiomere unterschiedliche Eigenschaften haben (wie auch Kümmel und Minze unterschiedlich riechen, das heißt unterschiedlich mit unseren Geruchsrezeptoren interagieren). Es gab mal einen großen Skandal weil ein Arzeneimittel falsche Enantiomere enthielt und dadurch ungeborene Babies schädigte; hier ist der Wikipedia-Eintrag dazu: de.wikipedia.org/wiki/Thalidomid
    LG, eure Sera! 😉

    PS: Zwei Umzüge und der übliche Semesterstress, vergebt es mir wenn ich noch eine Weile lang hinterherhecheln werde und am Folgen aufholen bin!

    1. OK, krass. Ich hab grad zum ersten Mal verstanden, was es mit Contergan auf sich hat. Danke für die Erklärung. Das war jetzt interessanter, als zunächst angenommen!

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